Immer wieder kommen uns neue Ideen, was man am Gelände und der Burg ändern, verbessern, anpassen oder reparieren kann. Nicht jede dieser Gedankenblitze kommt zur Ausführung. Jetzt aber will ich von zweien Berichten, welche wir weiterverfolgen wollen. Es geht um das Tor der Fliederburg und es geht um die Dachentwässerungen.

Beginnen wir mit dem Tor der Fliederburg. Nicht jeder weiß es, hinter diesem Tor befindet sich der einzige Raum der Fliederburg, welcher einigermaßen sicher begehbar ist. Und natürlich haben wir uns die Exklusivrechte für diesen Raum gesichert. Wir berichteten, dass wir unsere externe Lagerstätte (Eine angemietete Garage) aufgegeben hatten und unser Equipment eben in diesen Raum geschafft haben. Dies hatte zwei Vorteile: Zum Einen befindet sich unser Hab und Gut auf der Burg, zum Anderen sparen wir uns die Miete der Garage.

Ich schweife ab, kommen wir auf das Tor zu sprechen. Optisch erinnert es einem Scheunentor aus den amerikanischen 60er (Kilian würde wahrscheinlich einen anderen Vergleich bilden). Ein rechteckiges Holzschiebetor mit zwei Flügeln und hängender Befestigung. Kein optisches High-Light und die Funktionalität lässt auch zu wünschen übrig. Witzigerweise mache ich soooo viele Fotos auf der Burg, aber anscheinend immer die Falschen. Eines vom Tor finde gerade nicht. Ich ergänze es, wenn ich eines habe.

Wer es nicht weiß, hinter dem rechteckigen Holzmonstrum verbirgt sich ein wunderschöner Steinbogen. Und da man sich nie sicher sein kann, ob sich das Tor öffnet oder einem entgegen fällt, weil es mal wieder oben aus der Schiene gesprungen ist, haben wir beschlossen, das ganze Paket zu ändern. Eine Reparatur des Tores ist schon lange auf der Agenda, aber wir wollten es nicht einfach Reparieren. Wir wollten es besser bzw. hübscher machen.

Der Plan ist, das Tor in den Bogen hinein zu bauen. Als Zugang reicht eine zweiflüglige Tür, welche aber optisch verschwinden soll. Über die Optik sind wir uns nicht ganz einig und arbeiten noch dran, aber wir haben ein Go vom Burgherren. Also stehen wir uns nur noch selbst im Weg. Hier mal der erste Entwurf, wie findet ihr das?

Wir hoffen im kommenden Jahr die Planung ab zu schließen und mit dem Bau zu beginnen.

Als zweites Projekt haben wir die Dachentwässerung im Fokus. Hier gibt es folgende Probleme: Der Palas hat mehrere Löcher im Dach, außerdem hat er nur über dem Wohnhaus eine Dachrinne und entwässert ansonsten frei. Gerade das ist ein Problem für das Mauerwerk im Sockelbereich. Als Drittes kommt noch der Zwischenbau dazu, hier gibt es zwar Dachrinnen, diese sind aber komplett verstopft, sodass das komplette Wasser des Daches nicht nur frei entwässert, sondern sich in der Dachrinne sammelt und punktuell überläuft. Das ist fast noch schlimmer für das Mauerwerk, da die Wassermassen punktuell sehr groß sind. Außerdem schafft der Boden diese Hot-Spots an Wasser nicht auf zu nehmen und so gelangt das Wasser teilweise auch ins Gebäude.

Unser Wetterschutzdach war die erste Maßnahme zur Trockenlegung der Burg. Es ist, sagen wir zu 97% abgeschlossen. Eventuell noch dieses Jahr, spätestens im Frühjahr 2026 erreichen wir die 100%. Nun folgt der nächste Schritt. Und dieser ist wesentlich komplizierter. Der Palas braucht Dachrinnen, die verrutschten Dachpfannen müssen wieder eingesetzt werden und die Dachrinne des Zwischenbaus muss gereinigt werden und vor erneuter Verschmutzung geschützt werden. Gerade die Dachrinnen und zugehörigen Fallrohre sind ein Eingriff in die Optik der Burg, aber leider für den Erhalt zwingend notwendig.

Das wird eines unserer aufwendigsten Projekte. Um die Tragweite einmal grob dar zu stellen:

  • Angebote Fachfirmen einholen
  • Genehmigung Denkmalschutz einholen
  • Finanzierung sicherstellen
  • Durchführung

Das klingt erstmal nicht so aufregend, ist es ja der selbe Ablauf wie bei jedem anderen Projekt auch. Aber uns liegt das erste Angebot vor, es fehlt nicht viel zu den 30.000€ . Und spätestens jetzt wird es spannend: Das Geld muss aufgetrieben werden. Und wisst ihr was? Ich bin mir sicher, das wir das hinbekommen. Es gibt ausreichend Fördertöpfe, die Stiftung Denkmalschutz war schonmal vor Ort und hat eindeutiges Interesse geäußert solche Vorhaben mit zu finanzieren und ein kleines bisschen können wir hier evtl. auch in Eigenleistung machen.

Frei nach Bob dem Baumeister: Können wir das schaffen? Ja wir schaffen das.

Da das unser erstes Projekt in dieser finanziellen Größenordnung ist, legt uns bitte nicht auf eine Zeitschiene fest. Mein persönliches Ziel ist zum Sommer 2026 die Genehmigung des Denkmalschutzes zu haben und den Vertrag mit der Firma fertig zu machen. Schauen wir mal…

So nun seid ihr mit unseren neuen Hauptthemen auf dem Laufenden. Den ganzen Kleinkram den wir noch haben:

  • Maskottchen
  • Merch
  • Neuer Flyer
  • Überarbeitung Wappen
  • Erstellung Plakat
  • Adventssingen auf der Burg
  • Ab in Frühling Stadt Hildesheim
  • Torbogen
  • Friedhofstreppe
  • usw.

Will ich jetzt gar nicht weiter drauf eingehen. Aber wir sind mehr als fleißig.

Und darum möchten Kevin und ich uns insbesondere Bedanken bei Ulla, unserer neuen Burgfee, welche jede freie Minute auf der Burg verbringt und hegt und pflegt und ständig neue tolle Ideen einwirft, an Karsten, der keine Burgführung absagt und nicht müde wird seine freien Tage auf der Burg zu verbringen um Bodenschätze zu bergen, Interessierte herum zu führen oder an Tagungen teil zu nehmen, welche die Geschichtsforschung voran bringt. Wir bedanken uns bei Gunnar, der zwar manchmal nerven kann und wir sind uns auch nicht immer in allem einig, aber er ist eine Bereicherung für Burg und Verein und ist sich nicht zu Schade jedem von der Burg zu erzählen, der ihm über den Weg läuft. Und zu guter Letzt wollen wir uns einmal bei unserem Burgherrn Dete bedanken. Auch er ist hin und wieder eigensinnig und nicht immer unserer Meinung (ich denke das beruht auf Gegenseitigkeit), aber wir finden immer einen gemeinsamen Weg und letztendlich lässt er uns Freiheiten auf der Burg in einem Gewissen Rahmen zu tun was wir wollen. Wir danken für dieses Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Ok Ok, ist ein etwas überschwänglicher Text für eine Homepage. Warum? Meine Frau sagte mir zu Beginn: Den kann sie ja gleich in den Burgkurier kopieren. Also Spoiler-Alarm: Wir arbeiten am neuen Burgkurier!!! Der im Sommer ist leider mangels Zeit ausgefallen, umso umfangreich wird der Winterkurier. Freut euch drauf, es lohnt sich.

So nun seit ihr auf dem Laufenden,

Vize Finn